Tag der Kunst

Nun ist das schönste Wochenende des Jahres schon wieder Geschichte. Leider konnte ich an beiden Tagen nicht mal eine Runde drehen oder der Eröffnung beiwohnen. So bin ich eher auf die Fotos angewiesen, um anderer Leute Eindrücke anzuschauen.

Es war wie immer anstrengend, ein Wochenende stehend und viel redend zu verbringen, aber man gewinnt eine Flut von Eindrücken. Wirklich Jahrzehnte habe ich vor mich hin gemalt und es nur Wenigen gezeigt. Feedback war mir nicht so wesentlich. Dabei gibt es nichts Spannenderes, als die Reaktionen zu beobachten und ins Gespräch zu kommen.

Und es gibt keine Tage in Pirna, an denen eine entspannerte und freundlichere Atmosphäre herrscht als am Tag der Kunst. Keine ideologische oder politische Überfrachtung von außen. Muss wohl am Publikum liegen, welches durch die Gassen streift. Eigentlich gibt es nur in der Straßengalerie auf der Schmiedestraße das eine oder andere Jahr mal Zensurversuche.

Artikel 5 GG gehört vielleicht als Erstes am Eingang der Schmiedestraße aufgestellt. Dann würden die „aufrechten Demokraten“ vielleicht erst einmal in sich gehen. Ich war jedenfalls froh, dass mich die zeitgleiche Freakshow in Erfurt nicht ereilte. Andererseits bedenklich, dass die Problemfrisur mit Künstlernamen als campact-Mitarbeiterin im wahren Leben Zugang zum Bundestag hat.